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Freitag, 17. Dezember 2010

Wandern beim Osorio, Gran Canaria

Der Osorio ist ein Berg der im Nordosten von Gran Canaria oberhalb von Arucas liegt. Von dort hat man gute Aussichten auf die Nordküste von Las Palmas bis nach Galdar. Der Berg und das östlich liegende Gebiet gehört dem Staat. Deshalb wurden dort umfangreiche Aufforstungsmaßnahmen des Lorbeer und des Fayal - Brezal Waldes vor einiger Zeit begonnen. In der Region gibt es viele Möglichkeiten zum Wandern.
Im Gebiet von Osorio gibt es eine interessante Schlucht in die man einige Meter eindringen kann. Man kommt sich wirklich nicht wie auf Gran Canaria vor.

Im Garten des Herschaftshauses findet sich eine interessante Flora. Im Vordergrund ein Weihnachtsstern und hinten eine der häufig auf Gran Canaria zu findenden Kanarischen Dattelpalmen.

Beim Wandern in Osorio kommen wir noch an einigen Feldern vorbei. Im Gebiet wird noch viel Landwirtschaft betrieben. Ausserdem gibt es dort eine Gartenbau- und Landwirtschaftsschule.
Am Gipfel des Osorio blicken wir auf das nördliche Zentrum von Gran Canaria mit weiteren landwirtschaftlichen Flächen. Dort werden vor allem Kartoffeln, und zur Zeit gelbe Rüben und Kohl angebaut. Im Winter ziehen dort auch noch die atlantischen Tiefdruckausläufer durch die einiges an Regen bringen.
Auch im Nordosten regnet es. Bei unserer Wanderung haben wir aber Glück und es scheint die Sonne.
Auf diesem Weg wandern wir zum Gipfel des Osorio. Im Hintergrund bauen sich mächtige Wolken auf. Aus diesem Grund sollte man bei einer Wanderung auf Gran Canaria im Winter immer einen Regenanorak dabei haben.
Beim Osorio gibt es einen Wasserlauf der sich den Berg entlang zieht. Wir wandern beim Rückweg eine längere Zeit an dieser "Levada", in Gran Canaria "asequia" genannt, entlang.

Freitag, 3. Dezember 2010

Wandern bei Montaña Alta de Guia, im Norden von Gran Canaria

Nach einiger Zeit Pause gibt es nun wieder einen neuen Artikel über eine Wanderung im Norden von Gran Canaria.
Die Wanderung beginnt bei dem Ort Montaña Alta de Guia, der das Zentrum der Blumenkäse Produktion auf Gran Canaria darstellt. (Nähere Infos zum Blumenkäse von Gran Canaria).
Montaña Alta de Guia liegt im Norden von Gran Canaria und ist von grösseren Grasflächen umgeben, die vor allem im Winter von den dort ansässigen Bauern als Weide genutzt werden. Im Gebiet werden vor allem Schafe gezüchtet aus deren Milch man einen sehr guten Käse herstellt.

Wanderung von Montaña Alta zur Cortijo de Pavon


Die Wanderung beginnt an der Kirche des Ortes.


Durch die Regenfälle im November hat sich die Landschaft, vor allem im Norden von Gran Canaria, schon richtig grün gefärbt.
Die gleiche Wanderung haben wir auch schon im Sommer gemacht. Auch dann hat die Landschaft ihren Reiz. Vor allem die landwirtschaftlich genutzten Flächen sind dann auch noch recht grün.
  
Nochmals ein Foto vom Sommer. Wie man sieht sind die Weideflächen im Norden von Gran Canaria ziemlich ausgetrocknet. Das grüne dazwischen ist Farn und links Kiefern.
Das folgende Bild stammt fast von der gleichen Stelle aber im November, wir wandern durch grüne Wiesen, allerdings ist der Farn am Ende des Sommers schon teilweise vertrocknet.

Ein weiteres Kontrastbild, Wandern im Sommer und Winter auf Gran Canaria.

  
Am Ende der Wanderung kommen wir an eine der Käsereien, die den guten Schafs und Ziegenkäse von Guia herstellen. Diese Käsereinen haben eine eigene Herkunftsbezeichnung "Queso de Guia, Queso de Flor de Guia oder Queso de media flor de Guia"
Mit etwas Glück können wir bei der Käseherstellung zuschauen. Dort ist alles noch Handarbeit und es wird der Käse in kleinen Mengen hergestellt.
Für den Blumenkäse werden die Blütenblätter der wilden Artischocke verwendet. Dieser werden getrocknet und danach in Wasser gegeben. Die daraus entstehende dunkle Flüssigkeit wird durch ein Sieb dem Käse zugeben der daraufhin gerinnt.
Beim Abschluss unserer Wanderung sehen wir noch die Produzenten der Milch. Die Schafe auf Gran Canaria bekommen im November ihre Jungen und fangen daraufhin an Milch zu geben. Ab Januar sind die kleinen so gross dass den Muttertieren die Milch für die Käseherstellung abgenommen werden kann.  Ab diesem Zeitpunkt beginnt dann wieder die Produktion des Blumenkäse von Gran Canaria.




Samstag, 9. Oktober 2010

Wandern im Barranco de Ayagaures, Gran Canaria Süden

Der Barranco de Ayagaures ist einer der Barrancos die sich vom Süden ins Zentrum von Gran Canaria ziehen. In diesem Tal gibt es zwei Stauseen an denen man gut wandern kann. Des weiteren besteht die Möglichkeit in die Kiefernwaldzone des Naturschutzgebietes von Pilancones zu wandern. Die beiden Stauseen von Ayagaures wurden wie fast alle anderen Speicherseen auf Gran Canaria zur Wasserversorgung der Landwirtschaft gebaut.
Im Gebiet gibt es verschiedene Wanderwege die bis zum Manzanilla Pass und weiter zum Cruz Grande oberhalb von San Bartolome führen.

Wanderung durch den Barranco von Ayagaures
Im unteren See spiegeln sich die wenigen Häuser die am Wasser stehen.



Die Wanderung führt uns weiter hinauf, mit immer guten Ausblicken auf den Stausee, die Staumauer sowie die Häuser von Ayagaures de Abajo.



Wir wandern weiter bis zur Staumauer des oberen Sees, der sich in einem dunkelblau gegenüber dem türkisfarbenen unteren Stausee präsentiert.


Wir wandern bergauf an den letzten Häusern vorbei, die idyllisch in einem Palmenhain oberhalb der Seen hier im Süden von Gran Canaria liegen.


 Unsere Wanderung geht weiter, durch den jetzt im Herbst recht trockenen Süden von Gran Canaria. Man sieht schon die ersten lichten Kiefernwälder die typisch für die Zone sind.


Wir wandern nun bergab vorbei an der einstmals grössten Kanarischen Kiefer die es im Süden von Gran Canaria gab, der Pino de Pilancones. Der Stamm dieser uralten Kiefer wurde bei dem Brand von 2007 stark beschädigt. Wenige Wochen danach stürzte der Baum durch den Wind um.



Es geht nun am Ort Ayagaures de Arriba vorbei und wir folgen dem Wanderweg an interessanten Felsformationen vorbei zurück.

Am Endpunkt dieser Wanderung im Süden von Gran Canaria angekommen geniessen wir nochmals den Ausblick auf das türkisfarbene Wasser des unteren Ayagaures Stausees.

Freitag, 23. Juli 2010

Levada wandern auf Gran Canaria

Nicht nur auf Madeira kann man an Levadas wandern sondern auch auf Gran Canaria. In Gran Canaria heissen aber die Levadas Asequia. In diesem Fall handelt es sich um eine der wichtigsten Asequias von Gran Canaria, die der Wassergesellschaft, "Heredad de Aguas de Firgas y Arucas" gehört. Sie befindet sich im Zentrum des Nordens von Gran Canaria und geht vom Barranco de la Virgen über Firgas nach Arucas. Mit dem Wasser wurden früher die landwirtschaftlichen Flächen von Firgas und Arucas, zuerst die Zuckerrohr-Plantagen über Mais und Kartoffelanbau bis zu den Bananenplantagen bewässert.
Auf einem grossem Teil der Acequia besteht die Möglichkeit an ihr entlang zu wandern.
Bei der Wanderung gehen wir bergauf, meist mit kaum Steigung bis zum Dorf Valsendero.

Über die Stufen am Rand des Wasserlaufen wandern wir zuerst etwas steiler bergauf bis er den Barrancorand erreicht.
Wir folgen der Levada durch einen kurzen Tunnel, dem einzigen auf unserer Wanderung, der leicht begangen werden kann.


Von nun an wandern wir am Rande des Barranco de la Virgen mit guten Ausblicken auf das unter uns liegende Tal.

Leider gibt es auch ein paar schwierige Stellen für die Schwindelfreiheit benötigt wird.


Zum Teil ist auch ein kleiner Weg an der Acequia befestigt der um einen Felsen herumführt.


Teilweise führt uns diese Levada von Gran Canaria durch Reste des Fayal-Brezal Waldes.


Es folgt eine interessante Passage die aus der Felswand herausgehauen wurde.


Wir wandern oberhalb der alten Mineralwasserabfüllstation im Barranco vorbei.

Das Ende der Levadawanderung ist Valsendero. Der Ort Valsendero liegt in der oberen Hälfte des Barranco de la Virgen. Der Name stammt eigentlich von "Mal Sendero" was auf Deutsch "schlechter Weg" bedeutet. Heutzutage gibt es aber in diesem Gebiet im Norden von Gran Canaria sehr viele recht gute Wanderwege die sich auch gut im Sommer als Wanderziel eignen.