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Freitag, 26. Juli 2013

Wanderung bei Ingenio, Gran Canaria Osten

Hier ein kleiner Artikel mit einigen Fotos von einer Sommerwanderung bei Ingenio.
Ingenio liegt im Osten von Gran Canaria oberhalb des Flughafens. Das Gebiet ist im Sommer recht trocken aber durch den hier ständig wehenden Passatwind kann man auch zu dieser Jahreszeit ganz gut wandern.
In dieser Region wurde früher viel Landwirtschaft betrieben, vor allem wurde Getreide im Trockenfeldbau angebaut. Heute sieh man noch die Überreste der Terrassenfelder die praktisch die ganze Region bedeckt hatten.
Es gibt noch einige alte steingepflasterte Wege, wie auf dem Foto unten zu sehen. 


Bei der Wanderung oberhalb von Ingenio geht es auch in den Barranco de Draguillo. Dort gibt es noch Höhlen der Ureinwohner von Gran Canaria. Unten in der Mitte des Fotos, geschützt in der Felswand.

 

Unten im Tal wird die Wanderung schwieriger, es geht ohne Weg im Bachbett bergauf. Teilweise müssen schon mal die Hände zu Hilfe genommen werden.


Im Barranco selber ist es auch recht warm. Die Temperaturen sollten auf jeden Fall beim Wandern auf Gran Canaria im Sommer beachtet werden. Ausreichend zu trinken mitnehmen.
Im Talgrund stehen noch so einige Palmen. So war das früher in allen Tälern von Gran Canaria. Dadurch, dass aber das Wasser schon weiter oben abgegraben wurde sind auch die Palmenhaine wenig geworden.


Beim Wandern im Sommer sieht man viele blühende Agaven. Diese blühen normalerweise zwischen Juni und August und dann auch meist viele Agaven zusammen.


Auf dem Foto unten sieht man den Ort Ingenio, unterhalb der Terrassenfelder.


Unsere Wanderung geht zwischen den trockenen Feldern auf schmalen Pfaden wieder zurück.


Hier ein Panoramafoto von der Region bei Ingenio. Beim Klick auf das Foto sieht man das in Gross.


Noch ein Panoramabild, es ist fast der gesamte Osten von Gran Canaria zu sehen. Von den Küstengebieten von Telde, Melenara, der Flughafen und die Halbinsel Gando bis zum Berg von Arinaga.


Die alten Wege sind leider schon vielfach zerfallen und von der Vegetation zugewachsen. Sie waren früher wichtige Verbindungswege zwischen den Orten und für den Anmarsch der Bauern auf ihre Felder.









Donnerstag, 30. Juni 2011

Ist Wandern auf Gran Canaria im Sommer gefährlich?

Nun ist es schon zum zweiten mal in einer Woche passiert, dass der Rettungshubschrauber Wanderer retten musste. Letzte Woche wurde ein deutscher Wanderer im Südwesten von Gran Canaria mit dem Hubschrauber wegen Hitzschlag geborgen. Der Wanderer überlebte leider nicht und diese Woche wieder. Diesmal ging alles glimpflich ab. Bei zwei solchen Vorfällen in nur einer Woche muss man sich die Frage stellen, ob das Wandern auf Gran Canaria im Sommer nun so gefährlich ist oder ob es sich nur um unvernünftige bzw. schlecht vorbereitete und ausgerüstete Personen handelt.


Ich selbst wandere viel auf Gran Canaria, sommers wie winters. Wir sind am selben Tag wo der letzte Vorfall passiert ist gewandert und wir hatten keinerlei Probleme. Das liegt natürlich daran das ich mich sehr gut auskenne und weiss wohin man im Sommer gehen kann und wohin nicht. Gran Canaria ist also kein "gefährliches" Wanderziel im Sommer. Man kann auch zu dieser Jahreszeit einiges unternehmen. Was man allerdings nicht darf ist völlig unbedarft und nicht ausreichend ausgerüstet eine Wanderung zu unternehmen.
Wohin man im Sommer eigentlich gar nicht gehen kann ist der Süden und Südwesten. Gerade da wo die beiden Unfälle passiert sind.

Der erste Unfall ereignete sich im Südwesten von Gran Canaria auf der Strecke von Tasartico nach Gui Gui. Am besagtem Tag war Kalima angesagt, was Temperaturen um die 40 Grad im Schatten geben kann. Diese Wettervorhersage sollte man ernst nehmen und zumindest nicht im Süden zum Wandern gehen. Am Tag des Vorfalles wurden dann auch im Gebiet 41 Grad im Schatten gemessen. Die Strecke von Tasartico nach Güi Güi bietet praktisch keinen Schatten, es gibt keine Bäume und kaum Sträucher sodass man auf der ganzen Wanderung voll in der Sonne ist. Bei 41 Grad im Schatten sind das wohl 50 Grad und mehr in der Sonne. Wer dann bei solchen Verhältnissen dort wandert ist entweder sehr gut trainiert da er sich vielleicht auf einen Wüstenmarathon vorbereitet oder ist äusserst unvernünftig.

Der zweite Unfall hat sich auch im Süden zugetragen, im Gemeindegebiet von San Bartolome. Eine Person war durch die Hitze und Dehydrierung nicht mehr in der Lage die Wanderung fortzusetzen.  Die zweite Person hat dann einen Notruf abgesetzt worauf ein Hubschrauber der Luftrettung die beiden gerettet hat. Zum Glück ist in diesem Fall nichts passiert. Einer der Wanderer war nur leicht dehydriert was wohl auf eine nicht ausreichend mitgeführte Trinkwassermenge und natürlich die recht hohen Temperaturen im Süden zurückzuführen war.



Fazit: Gran Canaria ist auch im Sommer zum Wandern geeignet, man muss nur wissen wo und ein bisschen ausgerüstet sein. Die Insel ist kein hochalpines Wanderziel aber ein Minimum an Information über das Wandergebiet und entsprechende Ausrüstung sollte immer dabei sein, denn zur falschen Zeit am falschen Ort kann auch eine Wanderung auf Gran Canaria in einem Desaster enden.

Abgesehen von den körperlichen Folgen eines Unfalls beim Wandern möchte ich auch noch auf die finanziellen Folgen hinweisen. Eine Luftrettung ist auch in Spanien teuer und man kann (vor allem bei Fahrlässigkeit, wozu z.B. keine aureichende Ausrüstung oder das Nichtbeachten des Wetterberichtes zählt) zur Kasse gebeten werden. Einige Tausender sind dann weg. Man sollte sich deshalb schon zuhause eine entsprechende Unfallversicherung bzw. Reiseversicherung besorgen, die diese Kosten mit abdeckt

Tipps zum Wandern im Sommer auf Gran Canaria
Man sollte im Norden wandern, da ist es normalerweise kühler und durch die dichtere Vegetation auch oft schattig. Das macht die ganze Sache gleich viel angenehmer.
Den Wetterbericht hören und dem auch Folge leisten. Auch im Norden kann es auf den mittleren Höhen warm werden, bis 37 Grad. Bei Kalima geht man zum Baden.
Auf ausreichend Sonnenschutz achten. Gut einkremen und noch wichtiger eine gute Kopfbedeckung.
Ausreichend Trinkwasser. Mindestens zwei Liter pro Person bei längeren Wanderungen (3 Stunden aufwärts) um die 30 Grad eher 3 - 4 Liter.

Freitag, 23. Juli 2010

Levada wandern auf Gran Canaria

Nicht nur auf Madeira kann man an Levadas wandern sondern auch auf Gran Canaria. In Gran Canaria heissen aber die Levadas Asequia. In diesem Fall handelt es sich um eine der wichtigsten Asequias von Gran Canaria, die der Wassergesellschaft, "Heredad de Aguas de Firgas y Arucas" gehört. Sie befindet sich im Zentrum des Nordens von Gran Canaria und geht vom Barranco de la Virgen über Firgas nach Arucas. Mit dem Wasser wurden früher die landwirtschaftlichen Flächen von Firgas und Arucas, zuerst die Zuckerrohr-Plantagen über Mais und Kartoffelanbau bis zu den Bananenplantagen bewässert.
Auf einem grossem Teil der Acequia besteht die Möglichkeit an ihr entlang zu wandern.
Bei der Wanderung gehen wir bergauf, meist mit kaum Steigung bis zum Dorf Valsendero.

Über die Stufen am Rand des Wasserlaufen wandern wir zuerst etwas steiler bergauf bis er den Barrancorand erreicht.
Wir folgen der Levada durch einen kurzen Tunnel, dem einzigen auf unserer Wanderung, der leicht begangen werden kann.


Von nun an wandern wir am Rande des Barranco de la Virgen mit guten Ausblicken auf das unter uns liegende Tal.

Leider gibt es auch ein paar schwierige Stellen für die Schwindelfreiheit benötigt wird.


Zum Teil ist auch ein kleiner Weg an der Acequia befestigt der um einen Felsen herumführt.


Teilweise führt uns diese Levada von Gran Canaria durch Reste des Fayal-Brezal Waldes.


Es folgt eine interessante Passage die aus der Felswand herausgehauen wurde.


Wir wandern oberhalb der alten Mineralwasserabfüllstation im Barranco vorbei.

Das Ende der Levadawanderung ist Valsendero. Der Ort Valsendero liegt in der oberen Hälfte des Barranco de la Virgen. Der Name stammt eigentlich von "Mal Sendero" was auf Deutsch "schlechter Weg" bedeutet. Heutzutage gibt es aber in diesem Gebiet im Norden von Gran Canaria sehr viele recht gute Wanderwege die sich auch gut im Sommer als Wanderziel eignen.

Freitag, 9. Juli 2010

Wandern im Norden von Gran Canaria

Der Norden von Gran Canaria eignet sich besonders zum Wandern im Sommer. Im Süden ist es dann zu warm und es findet sich kaum Schatten. Gran Canaria bietet im Norden einige sehr schöne Wanderziele die auch im Sommer gut zu machen sind. Eines davon ist der Barranco de la Virgen, der je nach Teilstrecke auch Barranco de Azuaje heisst. Auf der ganzen Länge des Tales lassen sich verschiedene Wanderungen machen.
Dieser Barranco ist sehr wasserreich und auch im Sommer finden sich dort noch Wasserläufe, teilweise in Kanälen gefasst und teilweise frei laufend. Das bekannte Mineralwasser von Firgas stammt von diesem Barranco. Die Abfüllstation liegt etwa in der Mitte kurz nach dem Ort Firgas. Früher und auch heute noch wird das Wasser in Kanälen bis auf die Bananenplantagen von Arucas geleitet.
Durch den Wasserreichtum gibt es eine reichhaltige Flora die zum Teil noch aus den Überresten des einstigen Lorbeerwaldes besteht. Am Wasserlauf des Barrancos finden sich viele Frösche die man beim Wandern laut quaken hört.

Nachfolgend einige Fotos aus dem mittleren Teil. Die Rundwanderung führt uns über den Barracohang zum Barrancorand. Wir wandern diesen entlang und geniessen die Ausblicke auf die unter uns liegende Schlucht und die Kulturlandschaft um uns herum. Der Rückweg der Wanderung führt uns durch die dichte Vegetation am Grund immer entlang eines Wasserlaufens.
Durch den Wasserreichtum im Norden von Gran Canaria wurde im Barranco früher viel Brunnenkresse angepflanzt. Unten ein ehemaliges Feld.
Foto auf den östlichen Barrancorand wo noch viel Landwirtschaft betrieben wird. Im Hintergrund der Montaña de Osorio, welcher ein guter Aussichtsberg im Norden von Gran Canaria ist. An diesem Berg hat die Regierung ein Aufforstungsprojekt des Lorbeerwaldes gestartet.


Blick in den Barranco, der in diesem Teil unzugänglich ist. Im Hintergrund einige verfallene Häuser die zu den kaum mehr bewirtschafteten Feldern gehören.
Am Grund der Schlucht fliesst auch im Sommer ein kleiner Bach. Man glaubt kaum beim Wandern auf Gran Canaria zu sein.


Es gibt auch einige kleine Wasserfälle an denen wir bei unserer Wanderung vorbeikommen.