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Montag, 17. Januar 2011

Wandern zur Mandelblüte auf Gran Canaria

Es ist wieder Mandelblüte auf Gran Canaria. Die Mandelblüte beginnt auf der Insel meist schon Ende Dezember und zieht sich dann je nach Wetter bis Mitte Februar hin. Der Januar ist aber eigentlich der schönste Monat. Auf Gran Canaria gibt es mehrere Gebiete in denen sich die Mandelbäume besonders schön zeigen. (Weiter Infos zum Wandern bei der Mandelblüte auf Gran Canaria)
Im Südosten liegt der Barranco von Guayadeque in dem sich ab mittlerer Höhe viele Mandelbäume finden. Die bekanntesten Mandelanbaugebiete liegen im Zentrum bei Tejeda und im Nordosten bei Valsequillo.
Leider werden heutzutage die Mandeln kaum mehr genutzt. Selbst in Tejeda stammen nur noch 10 % der Mandeln für die Produktion von Kuchen und Süssigkeiten aus dem Gebiet.

Mandelblütenwanderung in der Falkenschlucht
Anschliessend einige Fotos der Mandelblüte in der Falkenschlucht.
Wie überall blühen die Mandeln auf Gran Canaria in verschiedenen Farben, von rein weiss bis dunkel rosa. Es wird behauptet, dass die Fabe auf die Art der Mandeln zurückschliessen lässt, ein weisser Mandelbaum soll die normalen essbaren Früchte bringen und die rosa blühenden Bittermandeln.  Das stimmt aber nicht sondern die Farbe der Mandelbüte hat etwas mit der Bestäubung zu tun.


Die Mandelblüte färbt die Hänge in weiss und rosa, was eine Wanderung im Gebiet besonders schön macht.

Beim wandern in der Falkenschlucht findet sich so mancher Gartenflüchtling und gibt einen schönen Kontrast zur Mandelblüte.

Der Feigenkaktus, der auf Gran Canaria weit verbreitet ist, steht natürlich auch in diesem Barranco.

Durch die Regenfälle im Dezember ist der Norden, aber auch der Osten und Süden von Gran Canaria ziemlich grün, was das Wandern besonders schön macht.

Auf der Südseite der Falkenschlucht sieht man oft den Kanaren-Lavendel (Lavandula multifidia) der trockene und sonnenreiche Standorte bevorzugt.

Eine Planze die man oft im Norden aber auch beim Wandern in der Falkenschlucht sieht ist der Rosen-Lauch (Allium roseum L.)

Neben der Mandelblüte im Januar blüht auf Gran Canaria auch schon seit Dezember der weisse Ginster (Retama raetam), auf spanisch "Retama blanca".

Beim Wandern im Frühjahr läuft man oft an sehr schön blühenden Kleewiesen vorbei, die sich aus dem frischen Grün besonders hervorheben.

Auch im Januar finden sich auf Gran Canaria noch Pilze, die Pilzzeit endet eigentlich Ende Dezember. Hier ein schönes Beispiel eines "Pleurotus eryngii var. ferulae" (aus der Familie der Seitlinge)  an seiner Wirtspflanze dem "Links Rutenkrau" (Ferula linkii) auch Riesenfenchel genannt. Weiter Infos zu Pilze von Gran Canaria unter dem Link.

Zum Abschluss unserer Mandelblüten Wanderung nochmals ein schön rosafarbener Mandelbaum. 

Freitag, 17. Dezember 2010

Wandern beim Osorio, Gran Canaria

Der Osorio ist ein Berg der im Nordosten von Gran Canaria oberhalb von Arucas liegt. Von dort hat man gute Aussichten auf die Nordküste von Las Palmas bis nach Galdar. Der Berg und das östlich liegende Gebiet gehört dem Staat. Deshalb wurden dort umfangreiche Aufforstungsmaßnahmen des Lorbeer und des Fayal - Brezal Waldes vor einiger Zeit begonnen. In der Region gibt es viele Möglichkeiten zum Wandern.
Im Gebiet von Osorio gibt es eine interessante Schlucht in die man einige Meter eindringen kann. Man kommt sich wirklich nicht wie auf Gran Canaria vor.

Im Garten des Herschaftshauses findet sich eine interessante Flora. Im Vordergrund ein Weihnachtsstern und hinten eine der häufig auf Gran Canaria zu findenden Kanarischen Dattelpalmen.

Beim Wandern in Osorio kommen wir noch an einigen Feldern vorbei. Im Gebiet wird noch viel Landwirtschaft betrieben. Ausserdem gibt es dort eine Gartenbau- und Landwirtschaftsschule.
Am Gipfel des Osorio blicken wir auf das nördliche Zentrum von Gran Canaria mit weiteren landwirtschaftlichen Flächen. Dort werden vor allem Kartoffeln, und zur Zeit gelbe Rüben und Kohl angebaut. Im Winter ziehen dort auch noch die atlantischen Tiefdruckausläufer durch die einiges an Regen bringen.
Auch im Nordosten regnet es. Bei unserer Wanderung haben wir aber Glück und es scheint die Sonne.
Auf diesem Weg wandern wir zum Gipfel des Osorio. Im Hintergrund bauen sich mächtige Wolken auf. Aus diesem Grund sollte man bei einer Wanderung auf Gran Canaria im Winter immer einen Regenanorak dabei haben.
Beim Osorio gibt es einen Wasserlauf der sich den Berg entlang zieht. Wir wandern beim Rückweg eine längere Zeit an dieser "Levada", in Gran Canaria "asequia" genannt, entlang.

Freitag, 3. Dezember 2010

Wandern bei Montaña Alta de Guia, im Norden von Gran Canaria

Nach einiger Zeit Pause gibt es nun wieder einen neuen Artikel über eine Wanderung im Norden von Gran Canaria.
Die Wanderung beginnt bei dem Ort Montaña Alta de Guia, der das Zentrum der Blumenkäse Produktion auf Gran Canaria darstellt. (Nähere Infos zum Blumenkäse von Gran Canaria).
Montaña Alta de Guia liegt im Norden von Gran Canaria und ist von grösseren Grasflächen umgeben, die vor allem im Winter von den dort ansässigen Bauern als Weide genutzt werden. Im Gebiet werden vor allem Schafe gezüchtet aus deren Milch man einen sehr guten Käse herstellt.

Wanderung von Montaña Alta zur Cortijo de Pavon


Die Wanderung beginnt an der Kirche des Ortes.


Durch die Regenfälle im November hat sich die Landschaft, vor allem im Norden von Gran Canaria, schon richtig grün gefärbt.
Die gleiche Wanderung haben wir auch schon im Sommer gemacht. Auch dann hat die Landschaft ihren Reiz. Vor allem die landwirtschaftlich genutzten Flächen sind dann auch noch recht grün.
  
Nochmals ein Foto vom Sommer. Wie man sieht sind die Weideflächen im Norden von Gran Canaria ziemlich ausgetrocknet. Das grüne dazwischen ist Farn und links Kiefern.
Das folgende Bild stammt fast von der gleichen Stelle aber im November, wir wandern durch grüne Wiesen, allerdings ist der Farn am Ende des Sommers schon teilweise vertrocknet.

Ein weiteres Kontrastbild, Wandern im Sommer und Winter auf Gran Canaria.

  
Am Ende der Wanderung kommen wir an eine der Käsereien, die den guten Schafs und Ziegenkäse von Guia herstellen. Diese Käsereinen haben eine eigene Herkunftsbezeichnung "Queso de Guia, Queso de Flor de Guia oder Queso de media flor de Guia"
Mit etwas Glück können wir bei der Käseherstellung zuschauen. Dort ist alles noch Handarbeit und es wird der Käse in kleinen Mengen hergestellt.
Für den Blumenkäse werden die Blütenblätter der wilden Artischocke verwendet. Dieser werden getrocknet und danach in Wasser gegeben. Die daraus entstehende dunkle Flüssigkeit wird durch ein Sieb dem Käse zugeben der daraufhin gerinnt.
Beim Abschluss unserer Wanderung sehen wir noch die Produzenten der Milch. Die Schafe auf Gran Canaria bekommen im November ihre Jungen und fangen daraufhin an Milch zu geben. Ab Januar sind die kleinen so gross dass den Muttertieren die Milch für die Käseherstellung abgenommen werden kann.  Ab diesem Zeitpunkt beginnt dann wieder die Produktion des Blumenkäse von Gran Canaria.




Samstag, 9. Oktober 2010

Wandern im Barranco de Ayagaures, Gran Canaria Süden

Der Barranco de Ayagaures ist einer der Barrancos die sich vom Süden ins Zentrum von Gran Canaria ziehen. In diesem Tal gibt es zwei Stauseen an denen man gut wandern kann. Des weiteren besteht die Möglichkeit in die Kiefernwaldzone des Naturschutzgebietes von Pilancones zu wandern. Die beiden Stauseen von Ayagaures wurden wie fast alle anderen Speicherseen auf Gran Canaria zur Wasserversorgung der Landwirtschaft gebaut.
Im Gebiet gibt es verschiedene Wanderwege die bis zum Manzanilla Pass und weiter zum Cruz Grande oberhalb von San Bartolome führen.

Wanderung durch den Barranco von Ayagaures
Im unteren See spiegeln sich die wenigen Häuser die am Wasser stehen.



Die Wanderung führt uns weiter hinauf, mit immer guten Ausblicken auf den Stausee, die Staumauer sowie die Häuser von Ayagaures de Abajo.



Wir wandern weiter bis zur Staumauer des oberen Sees, der sich in einem dunkelblau gegenüber dem türkisfarbenen unteren Stausee präsentiert.


Wir wandern bergauf an den letzten Häusern vorbei, die idyllisch in einem Palmenhain oberhalb der Seen hier im Süden von Gran Canaria liegen.


 Unsere Wanderung geht weiter, durch den jetzt im Herbst recht trockenen Süden von Gran Canaria. Man sieht schon die ersten lichten Kiefernwälder die typisch für die Zone sind.


Wir wandern nun bergab vorbei an der einstmals grössten Kanarischen Kiefer die es im Süden von Gran Canaria gab, der Pino de Pilancones. Der Stamm dieser uralten Kiefer wurde bei dem Brand von 2007 stark beschädigt. Wenige Wochen danach stürzte der Baum durch den Wind um.



Es geht nun am Ort Ayagaures de Arriba vorbei und wir folgen dem Wanderweg an interessanten Felsformationen vorbei zurück.

Am Endpunkt dieser Wanderung im Süden von Gran Canaria angekommen geniessen wir nochmals den Ausblick auf das türkisfarbene Wasser des unteren Ayagaures Stausees.