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Montag, 28. Juni 2010

Von der Schwierigkeit einen Blumenkäse zu kaufen.

Vom Blumenkäse von Gran Canaria kann man in fast allem Reiseführer lesen. Diesen irgendwo zu kaufen ist schon deutlich schwieriger.
Nach einer Wanderung im Norden von Gran Canaria wollten wir die Gelegenheit nutzen um den bekannten Blumenkäse von Guia zu kaufen. Nachdem ich vorher schon vergeblich sowohl in deutscher als auch spanischer Sprache das internet durchforstet hatte machten wir uns im Ort Guia selber auf die Suche. Ein Taxifahrer sagte uns in Guia könnte man den Käse im Supermarkt kaufen und in einem speziellem Käsegeschäft am Ortseingang. Wir versuchten es erst bei verschiedenen Supermärkten aber es stellte sich heraus das dort nur der Queso de media Flor (halber Blumenkäse) verkauft wird. (Erklärung des Begriffs unter dem Link). Danach fuhren wir in das Geschäft und sahen, dass es geschlossen ist.
Nachdem das einzige Geschäft das in Guia den Blumenkäse verkaufte geschlossen ist, verkomplizierte sich die Sache einiges.



Nach längerem suchen und fragen der Einheimischen haben wir dann eine Bar gefunden in der der Käse gekauft werden kann.
Auf meine Frage warum es so schwierig ist den Käse zu bekommen erklärte mir der Barbesitzer folgendes.
Einer der Gründe warum der Käse nicht zu finden ist, ist sein besonderer etwas saurer Geschmack den die Einheimischen von Gran Canaria nicht mögen.
Ein weiteres Problem ist die Verfügbarkeit. Da die Schafe, von dessen Milch der Käse hauptsächlich stammt, nur von Januar bis April - Mai Milch geben und der Käse relativ frisch verkauft werden sollte gibt es in den Monaten August bis Dezember eigentlich keinen Blumenkäse. Diese Schafskäse werden relativ kurz gelagert da sie sonst zu trocken werden und auch einiges an Masse verlieren. Ein weiterer Grund ist die schwierige Herstellung, meist nur auf Bestellung, da durch die pflanzliche Gerinnung weniger Käserohmaterial entsteht und auch die Reifung etwas schwieriger als bei andern Käsesorten ist.

Montag, 14. Juni 2010

Wanderung zum Moriscos, im Juni bei Winterwetter

Heute waren wir beim Wandern auf dem Moriscos. Der Moriscos ist mit fast 1770 Metern der höchste Berge im Norden von Gran Canaria. Diese Wanderung ist recht einfach und kann von fast jedem gemeistert werden. Wir wandern zuerst über einen Pfad, dann auf der Strasse und am Ende auf dem Forstweg zu diesem Berg. Für diese Wanderung benötigt man normalerweise 3 Stunden.
Heute war aber leider das Wetter nicht auf unserer Seite. Obwohl Mitte Juni, hatten wir beim Aussteigen aus dem Auto um ca. 11 Uhr auf 1400 Metern nur 9,5 Grad bei Nebeltreiben. Dass sind eigentlich Temperaturen die man beim Wandern auf Gran Canaria im Winter ab und zu mal hat aber nicht im Juni.

Normalerweise ändert sich das Wetter auf Gran Canaria sehr schnell und um diese Jahreszeit reisst es dann zu Mittag auf und es kann die Sonne genossen werden, welche auch gleich die Temperaturen steigen lässt. Heute hatten wir leider Pech und wanderten die ganze Zeit in Wolken. Von den sonst guten Aussichten blieb fast nichts ausser einmal ein kurzer Blick in den Barranco von Tejeda. Der Rückweg ging wieder im Nebeltreiben zum Auto.
Diese Art von Wetter ist vor allem im Juni äusserst ungewöhnlich. Im Normalfall liegen die Temperaturen auf Gran Canaria zu dieser Jahreszeit beim mindesten 20 Grad und eignen sich noch sehr gut zum Wandern. Aber wie man sieht gibt es immer Ausnahmen selbst auf Gran Canaria und im Juni ist das Wetter nicht zu 100 % schön. Dem Wetterbericht nach soll sich das aber schon morgen ändern.

Freitag, 11. Juni 2010

Wanderung zum Roque Nublo

Der Roque Nublo, welcher praktisch im Zentrum von Gran Canaria liegt, war schon bei den Altkanaren ein wichtiger Ort. Heutzutage ist er wohl der meist fotografierteste Fels von Gran Canaria. Das Naturschutzgebiet im Zentrum der Insel trägt den Namen dieses Berges. Der Roque Nublo mit seinen 1815 Metern Höhe (der Fels an sich ist 67 Meter hoch) ist nicht wie manche Urlauber glauben der höchste Berg von Gran Canaria.

Entstehung
Vor ca. 5,3 - 3,4 Millionen Jahren ereignete sich der zweite vulkanische Zyklus auf Gran Canaria. In dieser Zeit bildete sich durch ständige Eruption ein grosser Stratovulkan mit mehr als 2500 Metern Höhe. Durch die danach Jahrmillionen andauernde Arbeit der Erosion entstanden aus dem widerstandsfähigsten Gesteinen dieses Vulkans der Roque Nublo und auch der Roque Bentaiga. Der Rest wurde abgetragen. Sowohl der vulkanische Zyklus als auch der Stratovulkan bekamen den Namen Roque Nublo.


Wandern am Roque Nublo
Am Roque Nublo gibt es mehrere Möglichkeiten zum Wandern. Die einfachste und auch am meisten begangene Wandertour (auf der gesamten Insel) ist der Wanderweg vom Parkplatz La Goleta zum Roque Nublo. Diese Wandertour ist recht einfach und kann fast von jedermann gemacht werden. Je nach Geschwindigkeit benötigt man ca. 45 Minuten hinauf und etwas weniger bergab. Diese Wandertour gehört auch zu den wenigen die gut ausgeschildert ist. Wir überwinden bei dieser Wanderung 166 Höhenmeter (Start, La Goleta: 1577 Meter, Plattform des Nublo: 1743 Meter) und ca. 2 Kilometer Strecke.

Am Anfang wandern wir auf gut ausgebautem Weg mit kaum Steigung bis unterhalb des Felsens "el Fraile". Die nächsten 15 Minuten geht es etwas steiler bergauf bis zu einem Sattel. Vom Sattel aus wandern wir weiter bergauf bis zur Felsplattform auf der der Roque Nublo steht. Von dieser Plattform lassen sich sehr gute Fotos machen. Das letzte Stück wandern wie flach bis zum Roque.
Vom Endpunkt der Wanderung bieten sich sehr gute Ausblicke auf den Westen und das Zentrum von Gran Canaria. Wir sehen die Bergdörfer Tejeda, la Culata und Artenara. Richtung Südosten liegt der höchste Berg von Gran Canaria, der Pozo de las Nieves mit seiner markanten Radarkuppel.


Der Roque Nublo ist auch eines der bekanntesten Klettergebiete auf Gran Canaria. Auf dem Felsen gibt es mehrere Kletterrouten die mit Haken gesichert sind. Der Fels wurde im Juni 1932 zum ersten Mal bestiegen.
Nach einer wohlverdienten Pause wandern wir auf dem gleichen Wege wieder zurück zum Parkplatz.

Mittwoch, 9. Juni 2010

Wanderung vom Valleseco zur Finca de Osorio, Gran Canaria

Diese Wanderung beginnt in der Gemeinde Valleseco genauer gesagt an der "Laguna de Valleseco". Valleseco liegt im Norden von Gran Canaria und hat seinen Namen (trockenes Tal) wirklich zu unrecht. Das Gebiet ist eigentlich eines der regenreichsten von Gran Canaria.


Beim Wandern kommen wir an einem Kiwi Baum vorbei. Man sieht wieder, dass auf Gran Canaria fast alles wächst.
Wir wandern zuerst zur Lagune. Das Freizeitgebiet "Laguna de Valleseco" bietet einen grossen Teich mit einigen Wasservögeln, eine Pferderennbahn, die allerdings kaum benützt wird und einen Grillplatz.
Die Lagune liegt in einem einstigen Vulkankrater der früher als Wasserspeicher für die Landwirtschaft genutzt wurde.
Unter uns liegt die Finca de Osorio die heutzutage als Freizeiteinrichtung für Gruppen und auch als Schullandheim für die Einheimischen genutzt wird. Ausserdem gibt es auf der Finca eine Schule für Gartenbau und Landwirtschaft. Auf der Finca de Osorio werden auch die seltenen schwarzen Kanarischen Schweine gezüchtet.


An den Hängen des Osorio wurde ein grosses Aufforstungsprojekt für den Lorbeerwald gestartet. Der Lorbeerwald bedeckte früher grosse Teile des Nordens von Gran Canaria. Auf dem Gipfel finden sich auch die Baumgemeinschaft des Fayal - Brezal. Baumheide und Gagelbaum.
Auf dem Gebiet der Finca liegt auch eine dicht bewachsen Schlucht durch die man wandern kann.

Das Herrenhaus der Finca hat auch einen schön angelegten Garten sowie unterhalb einige Viehställe mit einheimischem Vieh.

Montag, 7. Juni 2010

Wandern im Nordwesten von Gran Canaria

Diese Wandertour führt uns von Hafen von Agaete in den Barranco de Agaete. Agaete liegt im Nordwesten von Gran Canaria und vom Hafen, Puerto de las Nieves gennant, besteht die kürzeste Fährverbindung nach Teneriffa.
Beim Aufstieg geniessen wir die sich uns bietenden Ausblicke auf die Westküste von Gran Canaria mit den bis zu 1000 Meter abfallenden Steilküsten von Tamadaba und Roque Fañeque.
Wir wandern über einen schmalen Pfad bis zum Sattel oberhalb des Tales von Agaete. Während dieses Stücks der Wanderung geniessen wie die Aussicht auf die Nordweltspitze, die Punta de Sardina, Galdar und oberhalb unseres Weges die Felsabbrüche des Tamadaba Gebietes.
Am Sattel angekommen bewundern wir eine der sog. "Eras", ehemalige Korndreschplätze die von der Landwirtschaftlichen Vergangenheit des Gebietes herrühren.

Von nun an wandern wir bergab auf dem Pilgerpfad, vorbei an einem altkanarischem Höhlendorf. In der Felswand befanden sich mehr als 30 Wohn- und Speicherhöhlen der Ureinwohner von Gran Canaria. Die untersten können noch besichtigt werden.

Wir folgen dem Weg und wandern weiter unten an einer Quelle vorbei die auch im Sommern noch etwas Wasser führt.
Am Ende der Wanderung besteht die Möglichkeit einer Weinprobe in den Weinkellern der Bodega Los Berrazales. Dieses Weingut das mehrmals ausgezeichnet wurde bietet für Gruppen Weinverkostungen der Weis und Rotweine an die in diesem Teil von Gran Canaria angebaut werden.
Wer Interesse an Wein auf Gran Canaria hat findet weiter Infos unter dem Link.

Wandern in der Caldera de Bandama

Auf Gran Canaria befindet sich einer der eindrucksvollsten Vulkankrater der Kanaren, der Krater von Bandama. Dieser Vulkankrater mit 220 Metern Tiefe und fast einem Kilometer Durchmesser bietet mehrere Möglichkeiten zum Wandern.
Der erste Wanderweg führt uns in den Vulkankrater hinunter. Auf einfachen gut ausgebautem Weg geht es bergab. Unten angekommen umrundet der Wanderweg den Krater vorbei an einigen Häusern, die teilweise zusammengefallen sind, den Feldern im Kratergrund und einige Höhlen. Bei einem der Häuser sehen wir einen grossen Holzbalken der früher einmal Teil einer Weinpresse war.
Am Steilhang des Kraters befinden sich auch einige Höhlen der Altkanaren die man besuchen kann.
Die zweite Möglichkeit am Bandama Krater zu wandern, ist diesen am Kraterrand zu umrunden. Bei dieser Wanderung hat man immer gute Ausblicke auf den unter uns liegenden Krater sowie die Nordostküste von Gran Canaria. Wir wandern bei der Rundtour auch am Golfklub Real Club de Golf de Las Palmas vorbei, welcher der älteste Golfplatz von Spanien ist.


Wer noch etwas weiter wandern will, geht auf die Spitze des Kegels mit dem Aussichtspunk Mirador de Bandama hinauf. Von dort oben bieten sich wunderbare Ausblicke auf das Zentrum, den Norden und Nordosten von Gran Canaria. Unter uns blicken wir auf das älteste Weinbaugebiet von Gran Canaria, die Zone des Mondalon. Dort gibt es einige Bodegas in denen man den Wein probieren kann. Der Wein und der Weinanbau auf Gran Canaria ist wieder im Aufschwung und einige Weingüter erreichen ein sehr gute Qualität.
Weitere Infos zu Wein Gran Canaria und Weinproben unter dem Link.